Spiel mir die
Melody
eine Komposition aus Romantik und Natur…

Ach ja, wie die Zeit doch so vergeht… Bereits vor gut zwei Jahren hatte das CLEO-Magazin über ein bezauberndes Kleinod berichtet, das nur 60 km hinter Alanya in einer zauberhaften Umgebung liegt. Die kleine Anlage mit Namen „Melody“ duckt sich, angeschmiegt an einem Hügel, oberhalb eines traumhaft-schönen, naturbelassenen und herrlich einsamen Strandes…

Wenn man ständig in Alanya lebt – so geht es zumindest mir – sehnt man sich auf Dauer nach ein wenig Abgeschiedenheit, mehr Ruhe im Einklang mit der Natur. Natürlich war das früher alles anders, als man mitten im Trubel sein musste. Strandnähe, Einkaufstempel, Kneipen-Meile – nicht zu vergessen die „Dissen“ am Hafen von Alanya… Nun ja, der Mensch verändert sich, wird älter…

Zur rechten Zeit am rechten Ort…

Ganz ähnlich muss es seinerzeit, genauer gesagt vor nunmehr 16 Jahren, dem heute 73-jährigen Halit Gülmez ergangen sein, als er nach einem arbeitsreichen Leben in Deutschland zurück in seine türkische Heimat zog. Mit dem Ansinnen „nur noch Grün und Blau“ sehen zu wollen, entdeckte er das herrliche Refugium, direkt an einer Steilküste liegend, nur 20 km hinter Gazipasa.

„Ich war wohl zur rechten Zeit am rechten Ort. Das sollte es sein, hier wollte ich leben. Hier fanden sich exakt die Ansätze für meinen Lebensabend“, so Halit im Rückblick. Bevor die „Pension, das Café und Restaurant Melody“ allerdings die heutigen Formen annahm, war viel, viel Arbeit angesagt. Schließlich wollten die insgesamt 18.000 qm, natürlich naturnah, entsprechend „beackert“ werden.

Im Laufe der Jahre entstanden insgesamt 10 kleine Häuser, bescheiden einfach und zweckmäßig, umringt von Bananenplantagen und viel sattem Grün: „Hier legst du dich ohnehin nur zum Schlafen hin. Eine saubere Dusche, ein sauberes WC – mehr braucht’s doch nicht“. Wie wahr, wie wahr – das Umfeld lädt sowieso zum Erkunden ein. Vielfältige Wanderungen sind möglich, in der Nähe locken sogar antike Stätten. Mittlerweile wurden die kleinen Bungalows liebevoll restauriert und bieten Naturliebhabern eine nette Unterkunft.

Individuelle Essenswünsche – kein Problem…

Eine große Taverne, gelegen unter riesigen Eukalyptusbäumen, bietet schattenspendende Möglichkeit zum Speisen. Der hauseigene "Bio-Garten" gibt vieles her, was das Herz begehrt: Orangen, Zitronen, Grapefruit, Mandarinen, Weintrauben, Feigen, Oliven, Bananen, Avocados und Kiwis im Versuch. Im Gemüsegarten und im Treibhaus wird ständig eigenes Biogemüse erzielt. Verschiedene Naturpflanzen und Kräuter können getrocknet und eingelegt werden. Es wachsen wilder Majoran, Kräutertee oder Kapern. Im Natursteinofen kann eigenes Brot gebacken werden. Hühner- und Gänse aus unserer Freilandhaltung liefern geschmackvolle Eier und Geflügelfleisch. Und der geduldige Angler darf sich über frischen Fisch freuen: „Gern gehen wir auch auf ganz individuelle Essenswünsche unserer Gäste ein“, so ergänzt Halit.

Von der Anlage führt übrigens ein schmaler, steiler Pfad hinunter zum romantischen Kies-/Sandstrand, der mit seinen aus dem Wasser ragenden Obelisken nicht nur Fotofans verzaubert. Tauchen, Schnorcheln, Sonnenbaden ist angesagt – man hat diesen Strand nahezu für sich allein. Auch Angler schätzen dieses herrliche Refugium.

Dem übrigens seit Mitte August diesen Jahres auch Jürgen Einfeldt „verfallen“ ist. Dessen Sohn „landete“ bei einer Rundreise zufällig im „Melody“, das auch in dem einschlägigen Reiseführer vom „Michael Müller-Verlag“ einen würdigen Rahmen findet: „Als er uns daheim in Rostock diese Bilder zeigte und von Halit berichtete, war es um uns geschehen“, schildet Jürgen(*) erste Eindrücke.

Gemeinsam mit seiner Frau Regina(*), einer Gartenbau-Architektin, reiste Jürgen Einfeldt(*), pensionierter Doktor der Physik, gen Güneköy – und ward begeistert: „Das ist es, so haben wir seinerzeit beide unabhängig voneinander gesagt. Meine Frau war ganz verzaubert von der Natur, wollte gleich Hand anlegen“. Im Januar 2011 wird sie ihrem Mann hierher folgen, um fortan Halit Gülmez tatkräftig als Partner zu unterstützen.

„Der Kopf ist klar, aber die Kräfte lassen nach“

Dem auch mit seinen nunmehr 73 Jahren noch die Ideen keinesfalls ausgehen. Sein Ziel ist es, dieses herrliche Fleckchen Erde dauerhaft zu erhalten: „Aber Manfred“, so erzählt er mir, „die Kräfte lassen nach, es geht alles nicht mehr so wie früher“.

Er plant, sein Refugium umzustrukturieren: „Wie gestalten das „Unternehmen Melody“ künftig in drei Säulen: Einmal geht das in Richtung Ferienwohnungen, die langfristig gemietet werden können. Das zweite Standbein wird die Pension Melody werden“.

Bevor er mir Standbein Nummer drei mitteilt, schaut er mir tief in die Augen: „Mein Manfred“, so sagt er fordernd: „was hältst du von dieser Idee. Bitte sei ganz ehrlich. Ich möchte deine Meinung dazu hören!“ Und so erzählt er mir mit glänzenden Augen von seinen Visionen…

In fester Planung: Die „Melody-Treehouses“

Seinen Plan, eine Art Baumhaus-Siedlung auf einer seiner zum Meer hin gewandten Terrassen zu bauen, analog den „Kadirs Treehouses“ in Olympos, bejahe ich direkt und uneingeschränkt: „Wenn wir junge Leute finden, die diese Häuser hier bauen – dabei Kost und Logis frei sind, wäre das doch für alle eine tolle Alternative. Stell dir vor, abends am Lagerfeuer mit einer Gitarre in der Hand, das Rauschen des Meeres in der einsamen Bucht, eine Flasche Rotwein, dazu etwas lecker Gegrilltes, wir singen zusammen….“ Halits Augen blitzen – dieser Mann hat Visionen – und er hat Recht!

Die zahlreichen, riesigen Eukalyptusbäume auf dem Areal bieten exzellente Möglichkeiten diese Häuser naturnah zu bauen. Wie war es denn früher in Olympos? Zunächst machten damals erste Backpacker Station im nahen Cirali. Als dann dort die ersten Hotels entstanden, zogen sie sich in die Nachbarschaft zurück, werkelten gemeinsam mit Kadir an seinem „Treehouse-Park“. Sie kamen aus der ganzen Welt und bauten wieder mit auf, als der Park vor zwei Jahren niederbrannte: „Weißt du Manfred, so eine Bewegung möchte ich auch hier sehen. Nur – jetzt mal ehrlich – hier ist es doch noch um Längen schöner als in Olympos“, schaut er mich fragend an.

Ich denke, ich kann es beurteilen – kenne beide Gegenden und nicht eifrig mit einem zustimmenden „Jaaaaa“.

Sollten sich also junge, handwerklich begabte Leute finden, tut euch zusammen, meldet euch bei Halit – und baut hier eure eigene kleine Meile auf. In der Beilage der CLEO findet sich zudem seit der Oktober-Ausgabe eine Kleinanzeige mit entsprechenden Hinweisen.

WIR SUCHEN handwerklich begabte, ideenreiche junge Menschen als Partner zum Aufbau und Betrieb einer naturnahen Campingdorfanlage: Zelte und Baumhäuser, Tauchen und Schnorcheln, Angeln, Bootfahren und mehr. Auch ohne Eigenkapital. Tel.: 0090 242 597 10 09, www.antalya-melody.com

„Wenn dieser Plan läuft, wäre ich überglücklich. Zudem fände ich es auch schön, wenn sich weitere ruhig auch ältere Leute fänden, die mich ein Stück meines Lebens begleiten würden und hier oben ein wenig werkeln und naturnah leben möchten. Das kann mit oder auch ohne Eigenkapital geschehen“.

Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen

Gern können sich Interessenten mit ihm verabreden und bei einem Glas Cay in aller Ruhe über eine „goldene Zukunft“ zu philosophieren. Vielleicht einer kleinen Beschäftigung auf dem großen Areal nachgehen, bei dem „der grüne Daumen“ im Vordergrund steht: Pflanzen setzen, Ernten, jähten… Oder Hobbyköche frönen ihrer Lust in der Gemeinschaftsküche und bereiten ihre Lieblingsspeisen. Vielerlei geht, kein Muss – alles ist möglich.

Gerade interessant für mögliche Residenten, die des Alleinseins satt sind, die sich nach einem Leben unter Gleichgesinnten sehnen – nicht im kalten Deutschland, sondern an den wunderschönen Gestaden dieses kleinen Paradieses mit Namen „Melody“.

Schauen Sie einfach einmal unverbindlich bei Halit und Jürgen vorbei und lassen sich von diesem Kleinod persönlich verzaubern. Wir sagen Ihnen sogar, wie Sie hinfinden…

Und so finden Sie hin…

Die Pension Melody findet sich rund 60 km östlich von Alanya. Sie fahren einfach die Küstenstraße (D400), durchfahren Gazipasa weiter auf der Hauptstraße, immer weiter Richtung Mersin. 20 km hinter Gazipasa (hinter dem Weiler Güneköy), die Straße schlängelt sich sanft ins Küstengebirge hinauf, ist Melody erstmalig ausgeschildert. Genau auf dem Kamm führt eine steile Piste (mit normalem Pkw auf jeden Fall zu meistern, aber bitte langsam fahren!) rechts hinunter zur Pension Melody. Der Fahrer sollte das Augenmerk auf der Straße haben, die Beifahrer genießen schon jetzt das traumhafte Panorama mit dem herrlich türkis-blauen Meer.

CLEO wünscht Ihnen einen angenehmen Aufenthalt im „Paradies auf Erden“.

Manfred Rother

*Die im Artikel als Partner genannten Personen J.E. und R.E. sind nicht mehr im Melody-Team.